Strahlmittel im Vergleich
Warum das Strahlmittel über das Ergebnis entscheidet – von Korund bis zu milden Mitteln für Holz.
Zum RatgeberAlte Farbschichten, dunkle Lasuren, grauer Wetterschleier: Mit dem richtigen Strahlmittel und niedrigem Druck kommt darunter gesundes, charaktervolles Holz zum Vorschein – ohne Chemie und ohne tagelanges Schleifen.

Das Verfahren
Sandstrahlen entfernt von Holz, was Schleifen nur mühsam erreicht: Farb- und Lackschichten auch in Profilen und Ecken, dunkle Lasuren, Ruß und Verschmutzung, die graue, verwitterte Oberflächenschicht. Übrig bleibt das gesunde Holz – mit einer lebendigen Oberfläche, bei der die Maserung fühlbar hervortritt.
Typische Objekte sind alte Balkendecken und Fachwerk, Treppen und Geländer, Türen, Tore und Läden. Gerade bei verwinkelten und geschnitzten Teilen ist Strahlen dem Schleifen klar überlegen, weil es jede Kontur erreicht.
Die Technik
Holz ist ein weiches, gewachsenes Material – entscheidend sind deshalb drei Stellgrößen: ein feines, mildes Strahlmittel, deutlich reduzierter Druck und die richtige Arbeitstechnik aus Abstand, Winkel und gleichmäßiger Führung. So wird nur die Beschichtung abgetragen, nicht die Substanz.
Eine Eigenheit sollte man kennen: Bei Nadelhölzern wie Fichte oder Tanne sind die hellen Frühholzringe weicher als die dunklen Spätholzringe. Beim Strahlen werden die weichen Zonen minimal stärker abgetragen – die Jahresringe treten dadurch leicht hervor. Viele schätzen genau diesen rustikalen, strukturierten Charakter; wer eine völlig glatte Fläche will, plant nach dem Strahlen einen feinen Schliff ein. Harthölzer wie Eiche bleiben dagegen weitgehend eben.
Danach
Nach dem Strahlen ist die Holzoberfläche sauber und leicht aufgeraut – ein idealer Haftgrund für die neue Behandlung. Innen genügt oft ein leichter Zwischenschliff an Griffflächen wie Handläufen; dann folgt eine offenporige Behandlung mit Öl, Wachs oder Lasur, die das Holz schützt und den frischen Ton bewahrt.
Bei Arbeiten im bewohnten Haus gehört das Staubmanagement dazu: Wir decken ab, trennen Arbeitsbereiche ab und reinigen nach Abschluss. Besprechen Sie mit uns vorab, welche Räume betroffen sind – dann planen wir Schutz und Reihenfolge entsprechend.
Ein Sonderfall ist Fachwerk an der Wetterseite: Außen liegende Balken brauchen nach dem Freilegen zwingend einen neuen Wetterschutz – etwa eine diffusionsoffene Lasur oder einen traditionellen Anstrich. Wir stimmen das Ergebnis des Strahlens gern mit Ihrem Maler oder Zimmerer ab, damit der Aufbau als Ganzes funktioniert und das Fachwerk dauerhaft geschützt bleibt.
Häufige Fragen
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