Fassade sandstrahlen
Wann sich das Verfahren für Putz, Klinker und Naturstein eignet – und wo Vorsicht gilt.
Zum RatgeberÜbergestrichene Graffiti scheinen oft wieder durch, scharfe Chemie belastet Umwelt und Untergrund. Schonendes Strahlen entfernt die Farbe mechanisch – hier lesen Sie, wie das funktioniert und was realistisch zu erwarten ist.

Das Verfahren
Graffitifarbe sitzt als dünne Schicht auf oder in den obersten Poren des Untergrunds. Mit feinem Strahlmittel und stark reduziertem Druck tragen wir genau diese Schicht ab – kontrolliert, ohne den Untergrund großflächig anzugreifen und ohne Lösemittel. Verfahren und Körnung passen wir dem Untergrund an, bei sensiblen Flächen nach einer Probefläche.
Ein Grundsatz vorweg: Je frischer das Graffiti, desto besser das Ergebnis. Farbe, die Wochen oder Monate in porösem Material sitzt, wandert mit Sonne und Regen tiefer ein. Wer schnell handelt, spart Aufwand und bekommt das sauberste Resultat.
Untergründe
Beton und Sichtbeton sind robust und lassen sich meist sehr gut reinigen – hier sind die Ergebnisse in der Regel am besten. Klinker verlangt Rücksicht auf die schützende Brennhaut: feines Korn, moderater Druck, Probefläche.
Verputzte und gestrichene Fassaden haben eine Besonderheit: Mit dem Graffiti wird zwangsläufig auch der Anstrich an dieser Stelle abgetragen. Die gereinigte Fläche muss danach meist überstrichen werden – bei älteren Fassaden idealerweise die ganze Wand, damit kein Fleckenbild entsteht. Poröser Naturstein ist der schwierigste Fall: Pigmente können tief einziehen, hier ist besonders behutsames, schrittweises Arbeiten gefragt.
Ehrlich gesagt
Bei tief eingedrungenen Pigmenten kann nach der Reinigung ein blasser Restschatten im Stein verbleiben – das sogenannte Schattenbild. Die Alternativen: intensiver strahlen und damit mehr Substanz opfern, oder den Schatten akzeptieren beziehungsweise die Fläche überarbeiten. Was sinnvoll ist, hängt vom Untergrund und Ihren Ansprüchen ab.
Wir sagen Ihnen vor dem Auftrag ehrlich, welches Ergebnis zu erwarten ist – nach Sichtung, im Zweifel nach einer Probefläche. So entscheiden Sie auf realistischer Grundlage statt auf Versprechen.
Vorbeugen
Wer regelmäßig betroffen ist – an Hauswänden entlang von Wegen, Unterführungen, Garagenzeilen – kann vorsorgen: Anti-Graffiti-Beschichtungen verhindern, dass Farbe in den Untergrund eindringt. Es gibt semipermanente Systeme (eine Schutzschicht, die bei der Reinigung mit abgenommen und erneuert wird) und permanente Beschichtungen, von denen sich Farbe deutlich leichter entfernen lässt. Solche Beschichtungen führen Maler- und Beschichtungsfachbetriebe aus – wir übernehmen die gründliche Entfernung vorhandener Graffiti.
Die nächste Entfernung wird damit schneller, günstiger und schonender. Ob sich das für Ihre Fläche lohnt, besprechen wir gern im Zuge der ersten Reinigung.
Häufige Fragen
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